Rückversicherung

Rückversicherungen sind Handlungen, die das Eintreffen eines möglichen Katastrophenszenarios verhindern sollen.Beispiel RückversicherungAnna hat Angst, in der Öffentlichkeit umzukippen. Also Rückversicherung könnte sie dann beispielsweise immer eine Wasserflasche mitführen, täglich auf genug Essen und Trinken achten, oder jeden Morgen den Blutdruck messen.Zusätzlich besucht sie alle 3 Wochen ihren Hausarzt, um ein großes Blutbild zu machen, um ernsthafte Krankheiten auszuschließen. Die Apple Watch hat sie immer dabei, um immer die Kontrolle über den Puls zu haben und im Notfall den integrierten Alarmmodus nutzen zu können.Handlungen wie- Immer eine Wasserflasche dabeihaben
- Puls mit der Apple Watch checken
- Jeden Morgen Blutdruck zu messen
- Oder jeden Abend 7 Wecker zu stellen
schränken den Alltag nicht wirklich ein und dauern nur wenige Minuten. Was ist also der große Nachteil an Rückversicherungen?

1) HaltbarkeitNachdem man den Blutdruck gemessen hat oder vom Arzt die Bestätigung bekommen hat, dass alles in Ordnung ist, hält die Befriedigung nicht lange an. Es ist eher ein kurzer Schuss der Erleichterung.Die Zweifel sind in der Regel so schnell wieder da, wie sie gegangen sind. Es kommen Gedanken wie „Ja, aber es könnte ja doch was sein.“Es entsteht eine Art Sucht. Aus diesem Grund braucht man mit der Zeit immer mehr Rückversicherungen.- Noch mehr Händewaschen
- Nochmal zum Arzt gehen
- Noch öfter den Blutdruck messen
Ein nie endender Kreislauf entsteht. Es wird nie der Zeitpunkt kommen, wo es genug ist. Der Zweifel der Angst wird immer größer sein als alle Rückversicherungen zusammen. Das kann zu einer echten Einschränkung werden.Ich habe von einer Geschichte gehört, wie ein Mann nochmal extra aus dem Italienurlaub zurückgefahren ist, um zu überprüfen, ob der Ofen ganz sicher ausgeschalten ist. Obwohl er vor Abfahrt 20 Fotos davon gemacht hat und seine Frau, die zu Hause ist, ihm am Telefon
bestätigt, dass alles in Ordnung ist.

Für Außenstehende mag das verrückt klingen, aber Rückversicherungen können dieses Ausmaß annehmen, wenn man sich auf dieses Spiel einlässt. Natürlich sind das Extremfälle. Was ich aber damit sagen will, ist:

„Rückversicherungen führen vielleicht im Moment zu kurzer Erleichterung – auf Dauer machen sie aber alles nur noch schlimmer“

2) Die falsche IntentionAn regelmäßigem Händewaschen ist nichts auszusetzen. Auch bei Beschwerden sich vom Arzt durchchecken zu lassen ist völlig in Ordnung.Die Frage ist nur:„Aus welcher Intention heraus tue ich diese Handlungen?“Tue ich es aus einer Angst heraus, oder würde jeder „normale“ Mensch auch so handeln. In der Regel weiß man ganz genau, ob man etwas aus einer Angst heraus macht oder nicht. Das ist aber nicht immer so.Ein Klient erzählte mir mal, dass es doch ganz normal sei, immer ein Blutdruckgerät mit dabei zu haben. Bei einer 65-jährigen Rentnerin vielleicht, aber nicht bei einem 20 jährigen Sportler bei bester Gesundheit.Das soll aber kein Vorwurf sein, denn die Emotion versucht immer Argumente für seine Handlungen zu finden. Der Mensch trifft Entscheidungen zu über 90% emotional und nur zu 10% rational. Auch du und ich. So sind wir gestrickt.Aus diesem Grund achte darauf, ob dir gerade die Emotion der Angst diese Handlung vorschlägt oder dein rationaler Verstand.

Geheimtipp!

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du gerade aus dem Bewusstsein der Angst heraus oder rational handelst, kannst du dir folgende Frage stellen:

„Wie hätte ich damals gehandelt, wie ich noch keine Angst davor hatte?“

Dadurch hast du die Antwort meistens ziemlich schnell!
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Wenn du mehr über Ängste erfahren möchtest, lege ich dir mein Ultimatives Videotraining ans Herz. Hier sind die wichtigsten Punkte rund um die Angst und wie man sie langfristig bewältigt einfach und verständlich zusammengefasst.Klicke einfach gleich hier unten auf das Video. Du wirst überrascht sein, was dort alles auf dich wartet!Over and out
Jakob

*um den Ton hören zu können, einfach das "Vergrößerungszeichen" rechts unten im Video anklicken und dann die Lautstärke erhöhen.

Fortschritt nach 3 Monaten:

Einschränkung im Alltag: Von 4/10 auf 1/10
Angst vor Panik: Von 10/10 auf 3/10
Angst, dass Ängste nie wieder weg: Von 9/10 auf 1/10
Angst, durch Angst arbeitslos: 9/10 auf 1/10
Überwältigt von der Angst: Von 3/10 auf 0/10


Fortschritt nach 3 Monaten:

Einschränkung im Alltag: Von 8/10 auf 2/10
Angst vorm Umkippen: Von 9/10 auf 5/10
Angst vor Herzinfarkt: Von 7/10 auf 1/10
Angst vor sozialer Ausgrenzung: 8/10 auf 0/10
Überwältigt von der Angst: Von 9/10 auf 2,5/10


Fortschritt nach 3 Monaten:

Einschränkung im Alltag: Von 6,5/10 auf 2,5/10
Angst vor Ersticken: Von 8/10 auf 4/10
Angst vor dem Umkippen: Von 4/10 auf 2/10
Häufigkeit von Panikattacken: Von 4/10 auf 0/10
Überwältigt von der Angst: Von 7/10 auf 2/10


Fortschritt nach 3 Monaten:

Einschränkung im Alltag: Von 8/10 auf 4/10
Unsicherheit unter Leuten: Von 8/10 auf 1/10
Vermeidungsverhalten: Von 9/10 auf 1/10
Häufigkeit von Panikattacken: Von 4/10 auf 2/10